Das Herz zum Leuchten bringen

Inneres Leuchten - Tag 7

Siebter Morgen

Fileadin, der Seher, der Dichter

„Was du auch von Herzen schenkst und teilst, wird allen, auch dir, zu heller, heilender Inspiration.“, so weissagt die siebte Sonne. Von Herzen denken, fühlen und handeln, in Dreieinigkeit mit deinem Wesen selbst! Was aus deinem Herzen kommt, das bist nur du und bist ganz du! Dein Herz verbindet all dein Sein. Was aus ihm kommt, ist Heil und Inspiration für dich und andere. Vertraue dir selbst! Du bist richtig! Bist du ganz bei dir, in deiner Art, in deinem Wesen, übernimmst du deine unverwechselbare, notwendige Aufgabe im Dienst dieser, deiner Welt. Löse dich nun vom Diktat aller Rollen, die du anderen zu Liebe getragen hast und übernimm nun dir UND ihnen zu Liebe DEINE Aufgabe! Du bist göttlicher Schöpfer deiner Gedanken, Gefühle und Taten!

Rückblick:

Sechster Morgen

Zwergin Augenschön, die Gutes-Sehende

Sieh die sechste Sonne! Sie spricht: Um das Schöne zu sehen, sieh es in Dir und du wirst es überall finden! Es lohnt sich nicht, sich an die missgönnenden Steine der Hätte, Wenns und Abers zu klammern. Sie blicken analysierend, oft die Defizite im Außen fokussierend und spiegeln doch nur einen inneren Fleck unerlöster Wut, einem Makel, den wir uns selbst nicht verzeihen, ein Ziel, das wir noch nicht erreicht haben, das uns unglücklich macht. Erkenne, dass du auf deinem Weg bist, was auch geschieht! Hässliches zu sehen ist oft nicht schwer. Finde Liebe dort, suche nicht, finde, wo es dunkel ist in dir, wo es hässlich wird! Dort darf neues wachsen! Es darf sich wandeln! Du bist schön! Dein Inneres ist schön und es darf nach außen strahlen.

 

Fünfter Morgen

Zwerg Gaudi, der Freudige

Auch dieser Zwerg löst auf ungewöhnliche Weise Gestein aus der inneren Herzhöhle und bringt das innere Licht so zum Vorschein. Denn der stets gutgelaunte Gaudi bringt mit seinem Gesang das düsterste, dunkelste Gestein derart zum Schwingen, dass es einfacch abbröckelt, dass es einem nur so von der Mimik brezelt! Keine Chance für scheppe Gesichter. Diese tiefste innere Freude ist die pure Lust am Leben, die Lebensfreude. Wo Gaudi unsere ernsten Wände des Alltags sieht, malt er Fenster und Türen hin und singt sie einfach mittendurch: „Eins kann mir keiner -EINS KANN MIR KEINER- Ein kann mir keiner nehmen und DAS IST DIE PURE LUST AM LEBEN…“ Viel zu oft sind wir es selbst, die diese Mauern errichtet haben, unseren Blick für die kleinen und großen Freuden des Lebens verschlossen haben, uns selbst mit unseren Gedanken geißeln. Passend zum heutign Freu-tag bringt Gaudi als die fünfte Sonne, die Sonne der tiefsten Lebensfreude, der Freude zu leben.

Vierter Morgen

Zwergenfrau Lindolin, die Gutherzige

Sie ist die Richterin der Herzhöhlenwelt, die mir Hammer und Augenbinde nahm, wo eine Umarmung und Tränen noch fehlten. Sie richtet die Lichtstrahlen meines Herzens und löst das härteste Gestein, das der Ur-teile, was seit Ur-zeiten geteilt und im Herzen von mir gebrochen wurde. Sie richtet also nicht so, wie ich es manchmal gerne hätte, um Recht zu haben… Schnell sind harte Urteile und Wertungen gefällt und verhärten unsere Sicht nach außen (und auf uns selbst). Oft liegen Verletzungen diesem härtesten Gestein zugrunde. Uns scheint die nötige Distanz zu einem „objektiven“ Urteil(das es niemals geben kann) zu fehlen und wir werden streng zu uns und anderen. Lindolin, die Baumzwergin der Linde, dem Baum der Liebenden und der barmherzigen Urteile, richtet nicht mit dem Hammer der Verletzung und auch nicht mit der Blindenbinde der Distanz. Sie benutzt beides um das Gestein der Verletzung zu lösen und nicht die Augen, sondern die Wunde zu verbinden. Sie SIEHT beide Seiten, die dualen Baumsamen der Linde, eingeschlossen in unserem harten (Selbst-)Urteil. Sie sieht beide Seiten mit (sich selbst) vergebender Liebe und trägt die vierte, die Herzsonne ans Tageslicht. Sie spricht: „Nur ein aus der Tiefe empfunden liebendes Wort zu dir und anderen gesprochen, so wird jeder Urteilsbann in Heilung sofort gebrochen!“

Dritter Morgen

Zwerg Namenlos, der unwirklich Unheimliche

Einen fremdartgien Eindruck hinterlässt dieser Zwerg. Seine Art sich zu kleiden, das Werkzeug, das er trägt, die Gesten, in denen er sich ausdrückt. Selbst seine Sprache, mehr ein Klopfen, ein Krächsen als bekannte Laute. Ich wollte weg von ihm, mich verstecken. Erst bei näheren Hinsehen erkannte ich: auf seinen Händen trug er eine bunte Flammenknospe und er blieb stehen. Erst als ich einen Schritt auf ihn zuging, ging er weiter und die Knospe öffnete sich in der neuen Sonne, die sprach: „Ich bin die Unbekannte, bei der du vergaßt, dass ich entsprang einst deinem Heim. Kehre nun durch deinen Mut, dein Offensein wieder bei dir ein! Ich bin das vergessen Schöne in dir!“

Alles wirklich Unheimliche gehört wirklich nicht zu uns, nicht in unser liebendes Heim, ist uns fremd und löst oft zu Recht Angst aus. Doch vieles, vor dem wir Angst haben, trägt nur den unwirklichen Schein des Fremden. Etwas heimlich zu tun bedeutet auch, etwas im Verborgenen tun. Die Seele arbeitet gerne im Verborgenen. Hier fühlt sich das Herz sicher. Doch begegnen sich zwei Heimliche, so sind sie sich automatisch fremd, bleiben einander verborgen. Offen zu sein, aufeinander zuzugehen scheint nur im ersten Augenblick etwas Unheimliches zu sein, es braucht Mut und Offenherzigkeit aus seiner Verborgenheit hervorzutreten und sich zu zeigen. So bekommt man die Chance eine fremde Schönheit in sich selbst zu erkennen, zu erkennen, dass diese fremdartige Schönheit die eigene ist und sie nur heimlich, im Verborgenen darauf gewartet hatte, wieder gesehen zu werden.

Zweiter Morgen

Zwerg Friedolin, der Friedfertige:

„Dumdideldum, pfifüfü… Hier bitte! Eine neue Sonne! Sie spricht: >>Lasse gehen, was gehen will, Herz!<< Ich hab den Stein gefragt und er wollte. Er sprang mir einfach in die Hand und hervor brach diese Sonne. Sie bedeutet Freisein in Liebe. Bleib gelassen, bleib gehenlassend! Die Liebe bleibt. Immer! Dumdideldum, pfifüfü…“, trällerte und pfeifte der kleine, gemütliche Friedolin, als er den riesigen Stein nach oben bucksiert und dieser sich in eine Sonne verwandelt hatte. Dann schlenderte er in ur-ruhigem Schritt wieder in die Herzhöhle, als gäbe es nichts Leichteres.

Ein Kraftgedichtzyklus…

Zwergin Gundelin, die Kämpferin:

„Bring dein Herzleuchten ans Tageslicht!“

Das Jahresrad steht still, 12 Tage und 12 Nächte zur Sommer- und Wintersonnenwende. Die zuvor im Winter neu erweckte Sonne, der neue Jahreszyklus, steht nun zu Mittsommer im Xenit. Eine gute Gelegenheit sein inneres Leuchten in eine hohe, sommerliche Zeit zu bringen, über seine Schatten, „kurze Nächte“, zu springen. Was braucht unsere Seele, um bald volle Früchte zu tragen und in Liebe zu ernten?

Nun braucht ihr erstmal eine mittsommernachts verträumte Phantasie!

Der obige Gedichtzyklus erzählt in 7 Haikus passend zu dieser besonderen Zeit von sieben aufgehenden Sonnen, die einem ganz besonderen Ort entspringen. Stellt euch vor: Sie stammen aus meiner Herzhöhle. Diese Höhle reicht tief in meine Seele hinein, tief unter die Erde, führt an Zwergenkammern, Seen, Gewürm, Kobolden, Wurzeln, einer alten schamanischen Urgroßmutter vorbei, immer tiefer bis hin zum Kern aus reinem, hellen, weißen Licht, der bedingslosen, allumfassenden, heilenden Liebe, die sich nach oben in allerlei Gefühle und Wesen, Daseinsformen verzweigt.

In meiner Höhle gibt es die verschiedensten Edelsteine. Sie verdecken oder brechen das nach oben(außen) dringende Licht, die Ganzheit der Gefühle, die in bedingungsloser Liebe ausgedrückt werden wollen. Und dort, an diesem Ort sind der Zwerge sieben, einjeder der Schatten einer ureigentlichen Gefühlsverzweigung zugetan, einem Liebesausdruck. Diese Zwerge entspringen meiner Phantasie und meine Phantasie meiner Seele. Sie sind also Seelenzwerge und sind so echt, real und wahr wie meine Seele. Sie sind ein vielstimmiger Haufen, oft etwas schroff, zäh, trinkfest, fleißig und zugleich sehr herzlich. Sie bergen und behauen mit brummigem oder fröhlichem Gesang, lautem Gezeter und Geklopfe das Gestein, das mein Seelenleuchten beeinträchtigt, was sich an der Oberfläche dann in Sonnenlicht verwandelt.

Ihre Namen wechseln, je nachdem, welches Gefühl aus dem Dunkel umgewandelt und nach außen getragen werden will. Es sind jedoch ihrer immer sieben. Begleitet nun die nächsten sieben Tage die sieben muntren Gesellen meiner mittsommerlichen Träume und seht heute:

Gundelin, die Kämpferin

Sie ist die Frau von Gundolin, dem ersten Zwerg, der sich traute, mir namentlich sich vorzustellen. Das liegt daran, dass Zwerge sehr scheu Menschen gegenüber sind. Die Gundels sind allerdings mutige Kämpfer, rauhbeinig, schroff und sehr mutig. Sie schlagen mit großer Kraft und Schnelligkeit Brocken aus dem Gestein und beschützen die anderen Zwerge vor ungeladenen Wesen. Die Gundels sind vielleicht die eigensinnigsten der Zwerge und beim Feiern aber auch die geselligsten.

Gundelin erschien heute Morgen mit dem Gefühl des Alleins-seins. Sie hatte den Stein mit WUT bearbeitet, einer Wut, die das Alleinsein bekämpfte. Das Gefühl von Alleinsein kann traurig machen, kann verletzen und das wiederum wütend machen. Man fühlt sich getrennt von allem und wütet dagegen an. Die gute Gundelin übernahm diesen kniffligen Job, dieses besonders harte Gestein und löste einen großen Brocken dieses Gefühls mit großer, zwergisch wütender Kraft aus meiner Herzhöhle und siehe da: hervor brach das Gefühl im Urlicht betrachtet, seinem Urausdruck: All- eins-sein. Alles ist verbunden und nur scheinbar, im gebrochenen Licht des Steines, der unser Herz belasten kann, getrennt. Und eine neue Sonne erschien im Osten…

So sprach Gundelin mit ungeahnt zierlicher, herzlicher Stimme durch ihren langen Zwerginnenbart: „Lass los, lass ihn fallen, dieser Stein trügt dich nicht mehr, Herz! Öffne dich dafür, dass deine Wut, dein Gefühl getrennt zu sein, nur ein Trugbild ist, dass die Liebe in und um dir alles verbindet, dass diese Liebe bleibt, welche Form sie auch annehmen mag. Jeder Ausdruck von Wut ist Ausdruck des Gefühls, diese Verbindung wieder spüren zu wollen, mein Herz. Sie will gesehen und gefühlt werden! Blicke mit Liebe auf alles Verschiedene, das in neuer Liebe wiedergeboren, einer neuen Form erscheint! Dann löst sich das Gefühl, die Illusion der Trennung und jetzt brauch ich n starkes, dunkles Honigbier!“

ALLES ist verbunden in LIEBE

Wer möchte, kann sich eine solche Übung, eine imaginative Medtiation, auch aneignen. Besucht eure Herzwesen! Wie sehen sie aus? Wie würdet ihr eure ureigentlichen Gefühle freilegen? Probiert es aus! Wer will kann diesen Kraftgedichtzyklus als Impuls nehmen, auch seine ganz eigenen sieben Sonnen zu finden. Ziel einer solchen Übung ist es KONSTRUKTIVE, GESTALTENDE, POSITIVE Impulse aus sich selbst heraus zu erhalten. Macht euer eigenes, ganz individuelles 7-Tage-Programm daraus! Und habt Spaß und viel Freude dabei! All eure Gefühle sind richtig und wollen ans Tageslicht, d.h. in Liebe angenommen werden.

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