„Risiko und Chance“ – ein Dialog zwischen Poesie und Kunst

Wie können wir Lebenskrisen urbar machen, sie heilvoll in unser Sein integrieren? Annette Bachmann-Vicktor spürt u.a. diesen Fragen in ihrer Kunst nach. Es war mir eine große Freude und seelische Bereicherung, mit ihr zusammen zu arbeiten. Zu sehen sind ihre Werke zur Zeit in ihrer Ausstellung „Risiko und Chance“ im Homburger Saalbau. Hier ein Auszug aus unserem gemeinsamen „Dialog“ – Kunst in Bild und Wort, Lebensart und Seelenlyrik:

Ausstellung-Annette-Bachmann-Vicktor1

„Eine leere Leinwand liegt vor uns. Aufgaben, Schwierigkeiten,
Entscheidungen, Ziele oder Träume im Leben liegen vor uns.
Das kann Angst machen … vor’m Scheitern, vor Verletzungen, vor
Fehlentscheidungen, vor Schicksalsschlägen. Risiko.
Was, wenn das Leben nicht so verläuft, wie ich es mir gewünscht hätte?
Komme ich damit klar? Kann ich die Schatten integrieren, Schmerz
akzeptieren? Hoffen? Das Leben annehmen mit allen Höhen und Tiefen? – Schwefelgrün“, Annette Bachmann-Vicktor, http://www.lebensart-kunst.de

"Schwefelgruen" (c) Annette Bachmann-Vicktor

„Schwefelgruen“ (c) Annette Bachmann-Vicktor

„Schwefelgrün

Aus dornengrünen Nebeln,

stechend stählernem Schwefel,

dem Schmerz vergangener Zeit,

kroch greifend suchender Atem,

wuchs das Leben zum Blühen bereit,

noch schlafend, noch träumend,

doch die Sinne ziehen so weit.

Was können Wunden schon heilen?

höhnten die Nebel, die Welt zu teilen!

Blieben bis heute von Leben durchdrungen

Und so hören die Schleier meine Lungen“

wagend hoffend immer weiterschauen,

als antwortete mein pulsierender Glauben

Ihrem Zweifel, ihren vielfürchtenden Augen

mit in Knospen ruhendem Vertrauen.

Raphael „El Niño“ Klein

http://www.seelenlyrik.com

„Im Herzen weiß ich, auf den Abend folgt ein neuer Morgen. Er ist schon da.
Denn ich habe die Stärke in mir. Aufbruch, Hoffnung, stille Gewissheit… Am Abend:“ Annette Bachmann-Vicktor, http://www.lebensart-kunst.de

Am Abend (c) Annette Bachmann-Vicktor

Am Abend (c) Annette Bachmann-Vicktor

 

„Am Abend

Schönstes Geheimnis

Oh liebstes Licht
im Mondschein hier
so still an mein Haupt getragen
Nebelfee, Liebste im Morgen mir…
Wie tanzte Dein Lächeln auf dem Parkett meiner Fantasie,
ebbten die Küsse Deiner zarten Finger, die
die Flächen meiner knospenden Hände
innig-fest gehalten,
an meine seelen- lichte Haut so sacht…
Wie warmwellend strömte Dein körperwölkender Liebeshauch
an die Ufer unserer geheimen Nacht…
Weißseidenen Traums nahmst du mich zu Deinem Mann,
kleidest mein Herz in hoffend-wachen Schlaf,
als ich Dich Schatten baldigen Lichts

wieder am Abend einst
in unserem stillen Morgen traf…“

 

Raphael „El Niño“ Klein

http://www.seelenlyrik.com

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